LEKTOREN


Gabriela Eibenová

/Gesang/


Magdalena Malá

/Barockvioline/


Helena Matyášová

/Barockvioloncello/


Lukáš Vendl

/Basso continuo/


Jakub Kydlíček

/Dirigent/

KLASSEN

Gabriela Eibenová

Im Verlauf der Einübung der Brentner-Komposition Kennenlernen der elementaren Prinzipien der barocken vokalen Musik - Phrasieren, Interpretation der barocken árie da capo, Ornamentik und Kadenzbildung durch die Studenten. Bieten eine Grundorientierung in der Geschichte der Gesangsliteratur älterer Epochen.

Magdalena Malá

Die Klasse ist für Studenten offen, die sich dem Spiel auf Geige und Viola widmen. Inhalt des Unterrichts wird das Einstudieren einer Partie von J. J. I. Brentner sein. Im Rahmen der Studien wird Rücksicht auf die Aspekte der barocken Interpretation genommen (Phrasieren, Ornamentik, Rhetorik und weitere). Auch wird mit an der Streichtechnik gearbeitet, die gleichzeitig sehr eng mit den oben genannten Aspekten verbunden ist. Instrumente mit Darmsaiten und barocke Bögen sind willkommen, sind aber keine Bedingung. Während des gesamten Kurses wird die Stimmung auf 415 Hz verwendet.

Helena Matyášová

Die Klasse steht allen Violoncellisten und Interessenten an historisch informierter Interpretation alter Musik offen. Instrumente der Epoche mit Darmsaiten und barocken Bogen sind selbstverständlich willkommen, moderne (in der Stimmung der Epoche415Hz) sind jedoch kein Hindernis. Zusammen mit Lukáš Vendl befassen sie sich mit dem Spiel des basso continuo in einem instrumentalen Ensemble.


Lukáš Vendl

Fortgeschrittene Cembalisten, Organisten und Pianisten, die sich an der Entwicklung ihrer Fähigkeiten im Bereich des Basso-Continuo-Spiels auf Tasteninstrumenten interessieren, sind in der Basso-Continuo-Klasse willkommen. Wir werden uns mit den Themen des Stils und der Unterschiede in der Funktion von Cembalo- und Orgelstilisierung, der Rolle des Spielers im Orchester und der Solo-Begleitung beschäftigen. Praktisch und theoretisch werden wir uns mit der Zusammenarbeit und dem Zusammenspiel mit anderen Instrumenten und Sängern befassen, und zwar immer im Hinblick auf zeitgenössische Quellen. Wenn die Teilnehmer Interesse zeigen, können wir uns auch weniger mit Sololiteratur oder Improvisation beschäftigen.

Gabriela Eibenová - Sopran

Absolvierte das Prager Konservatorium, nahm Privatunterricht bei Libuše Tomišková und Magdalena Hajóssyová in Prag, sowie bei Julie Kennard an der Royal Academy of Music in London. Der englische Tenorist und Pädagoge James Griffett führte sie in die Welt der alten Musik ein. Sie widmet sich vor allem der Konzerttätigkeit, wirkt oft als Solistin in internationalen Musikprojekten für alte Musik und trat bereits mit vielen renommierten Künstler wie J. Griffett, I. Partridge, E. Tubb, M. Zanetti, M. Kožená, P. Kooij, E. L. Banzo und S. Standage auf. Sie konzertierte auf europäischen Festivals wie Prager Frühling, Musica Antiqua Brugge, Tage Alter Musik Herne und vielen anderen. Im Jahr 2000 gründete sie zusammen mit ihrem Ehemann, dem Organisten und Dirigenten Adam Viktora das vokal‐instrumentale Ensemble, für Barockmusik, Ensemble Inégal, mit dem sie erfolgreiche Musikaufnahmen und Konzerte in Tschechien und im Ausland absolviert hat. Neben ihren Aktivitäten auf dem Gebiet der alten Musik widmet sich Gabriela Eibenová auch der Liedergestaltung. Weiterhin beschäftigt sie sich mit zeitgenössischer Musik sowie ihrer Konzerttätigkeit mit Symphonieorchestern wie der Tschechischen Philharmonie, dem Südwestfunk Freiburg und dem Prager Kammerorchester. Sie singt außerdem in der Prager Staatsoper, der Opern in Pilsen, Liberec und im Theater Archa in Prag. Sie realisierte eine Vielzahl von Aufnahmen für den Tschechischen Rundfunk, nahm an bisher 20 CD‐Aufnahmen teil und sang in fast allen europäischen Ländern, sowie in Israel und Japan.


Magdalena Malá studierte Violine am Konservatorium in Prag (bei Prof. D. Zárubová) und die historische Ensambleleitung an der Týn Schule - Collegium Marianum(an der Karls-Universität in Praha/Prag) bei MgA. L. Torgersen. Sie hat an vielen internationalen Meisterkursen und Seminaren für Alte Musik teilgenommen (C. Mackintosch, K. Debretzeni, D. Deuter, L. Russel, A. Steck, S. Standage, R. Richter, M. Glodeanu, I. Korol). 
Sie konzentriert sich zurzeit hauptsächlich auf Konzernaktivitäten. Sie hat mit führenden Barockensembles und Orchestern wie Musica Florea, Capella Regia Praha, Collegium Marianum, Collegium 1704, Ensemble Inégal, Harmonia Delectabilis, Hipocondria ensemble, Musica Salutaris, Musica Figuralis, Ensemble Fiorello zusammengearbeitet und ist seit 2010 Solistin und Konzertmeisterin des Ensembles 18+, das sich besonders für die Interpretation tschechischer klassischer Musik interessiert.

Sie tritt als Solistin und Kammermusikerin auf zahlreichen Festivals in der Tschechischen Republik und im Ausland auf, beteiligt sich an internationalen Projekten, die sich auf Alte Musik konzentrieren. Sie nimmt an Aufnahmen nicht nur von CDs, sondern auch für Radio und Fernsehen teil.


Helena Matyášová studierte Violoncello am Konservatorium in Pardubice bei Mgr. Petr Lichý und Mgr. Josef Krečmer. Sie setzte ihr Studium an der Musik- und Tanzfakultät der Akademie für darstellende Kunst in Prag in der Klasse von Prof. Miroslav Petráš, wo sie auch ihren Master-Abschluss erfolgreich erworben hat. Sie hat Ihre Ausbildung in historischer Ensambleleitung mit einem Studium an der TýnSchule - Collegium Marianum (an der Karls-Universität in Prag) in der barocken Violoncello-Klasse bei MgA. Marek Štryncl ergänzt.

Sie nahm an internationalen Musikkursen in der Tschechischen Republik und im Ausland teil, zum Beispiel an der Französisch-Tschechischen Akademie in Telč/Teltsch (Jiří Bárta), Internationalen Sommerschule für Alte Musik in Valtice/Feldsberg, Académie der Sablé à Prague, Internationalen Sommerschule für Alte Musik in Prachatice/Prachatitz (unter der Leitung des britischen Ensembles "Florilegium"), Akademie für Alte Musik 2010 in Aflenz-Kurort (Österreich) und der deutschen Akademie für Alte Musik in Baden-Württemberg. Im Jahr 2011 erwarb sie ein Stipendium des Instituts für Barockmusik in Wien, um an der Austria Barock Akademie in Gmunden (unter der Leitung von Rubén Dubrovský) teilzunehmen. In dem akademischen Wettbewerb der Akademie erhielt sie den ersten Preis und den Publikumspreis ABA Music Award. Als Spielerin und Kammermusikerin, Helena Matyášová spielt derzeit sowohl modernes als auch barockes Violoncello. Im Rahmen Ihrer Konzerttätigkeit spielt sie in der Tschechischen Republik und im Ausland, beteiligt sich an einmaligen künstlerischen Projekten und nimmt an den Audioaufnahmen von CDs und für Radio und Fernsehen teil. Sie hat mit einer Reihe prominenter Künstler zusammengearbeitet und war auf vielen Festivals aufgetreten. Sie ist Mitglied oder Gastmitglied mehrerer Ensembles der Alten Musik: Musica Florea, Collegium 1704, The Czech Baroque Ensemble, Ensemble Inégal, Collegium Marianum, Ensemble 18+, Ensemble Thourbillon, Capella Regia und anderen. Sie ist auch eine von den Gründerinnen des Ensemble Fiorello. Seit 2004 ist sie Mitglied des Barocco sempre giovane-Ensembles mit Sitz in Pardubice/Pardubitz, das hauptsächlich Hochbarock- und Klassikmusik auf modernen Instrumenten aufführt aber jedoch auch die Musik der jüngeren Musikstile nicht vermeidet.


Jakub Kydlíček studierte Blockflöte (bei J. Braná) und Dirigieren (bei J. Štrunc) am Konservatorium in Pilsen und dann bei Corina Marti an der Schole Cantorum Basiliensis (Musik Akademie Basel). Während seines Studiums absolvierte er eine Masterklasse bei führender Musiker der Alten Musik (P. Holstlag, A. Solomon, C. van Heerden, B. Honig,...) und anschließend erhielt er sein Doktortitel in Geschichte.

Kurz nach seinem Abschluss ist er Lehrer am Prager Konservatorium geworden, wo er die Blockflötenklasse leitet. Seit 2012 ist er auch für die künstlerische Leitung des Barockorchesters des Prager Konservatoriums verantwortlich. Unter anderem führte er eine Reihe unbekannter Werke der Barockliteratur auf, einschließlich die vollständige Ausführung des Oratoriums Abgesungene Betrachtungen von F. A. Míča. Er gewann den ersten Preis im Radiowettbewerb Concerto Bohemia mit seiner Aufnahme von Händels Ouvertüren, die er mit dem BOPK machte.

Im Bereich der Alten Musik arbeitet er mit führendenEnsembles wie Collegium 1704, Capella Regia, Collegium Marianum oder dem Tschechischen Barocks Ensemble zusammen, mit denen er an berühmten europäischen Szenen auftrat (Pražské jaro, Semperoper Dresden, Teatro Arriaga, Grand Theatre de Luxembourg, Concentus Moraviae,...) Er wird als Lehrer eingeladen, an Seminaren und Kursen für Alte Musik zu unterrichten, und häufig auch zu dem Juror der Wettbewerbe im Blockflötenspiel hinzugezogen. In den Jahren 2010-16 arbeitete er am Konservatorium in Pilsen, wo er verschiedene studentische Opernprojekte inszenierte. Er gründete sein eigenes Ensemble CONCERTO AVENTINO im Jahr 2009 und ist der Gründungsmitglied des Trio TRE FONTANE.

Für das Opernfestival Smetanas Litomyšl/Leutomischelinszenierte er die tschechischen Erstaufführungen Barocker Opern - Pygmalion von Jean-Philippe Rameau und Aci, Galatea e Polifemo von Geograph Friedrich Händel.


Nachdem Lukáš Vendl das Gymnasium absolviert hatte, wurde er in die Orgelklasse von Prof. Jan Hora am Konservatorium in Prag aufgenommen. Er schloss sein Studium an der Musik- und Tanzfakultät der Akademie für darstellende Kunst in Prag in der Klasse von Prof. Jaroslav Tůma. Er hat an einer Reihe von Meisterkursen unter der Leitung von hervorragenden Weltorganisten (Martin Sander, Harald Vogel) und Cembalisten (Helmut Franke) teilgenommen. Im Jahr 2002 studierte er an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Zerer. Das Thema seiner Dissertation war die Musiktheorie des 17. und 18. Jahrhunderts in Verbindung mit Werken für Tastaturinstrumenten. Er wurde in verschiedenen nationalen und internationalen Musikwettbewerben ausgezeichnet. Er arbeitet als Kantor in der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder und spielt auf der Orgel der Salvator-Kirche in Prag. Er unterrichtet nicht nur am Konservatorium in Prag und an der Charlotte Masaryk-Musikschule in Prag 6, sondern auch regelmäßig an Sommerschule für Alte Musik in Valtice/Feldsberg in Mähren. Sie interessiert sich hauptsächlich für die belehrte Interpretation der Barockmusik. Er führte mehrere moderne Erstaufführungen größerer Vokal-und-Instrumentalwerke durch, beispielsweise aus den Archiven des Klosters in Želiv/Seelau. Er leitet die Kammer-Vokalensembles Ensemble Guillaume und Collegium 419. Als Organist und Cembalist spielte er sein Rezital beim Pilsen Organfestival, Haydn Festival, Želiv/Seelau Festival, der Bachwoche in Budapest, dem Smetchno Organfestival, Orgelfestival in der Adlergebirge-Kłodzko-Region und so weiter. Er wurde auch eingeladen, mit einer Reihe herausragender Interpreten (Irena Troupová, Vilém Veverka, Jakub Kydlíček) und Ensembles zusammenzuarbeiten (Ensemble Inégal).